Wildlife Photographer of the Year 2026: Eine Auswahl der Gewinner
Von faszinierenden Tiermomenten bis zu spektakulären Naturaufnahmen: Eine Auswahl der Gewinner des Wildlife Photographer of the Year 2026 zeigt die Schönheit, Vielfalt und Zerbrechlichkeit unserer Tierwelt.

Was summt denn da?
Die Britin Amelie Davis gewann mit "Flight of the Bumblebee" die Kategorie für Kinder bis zehn Jahre. Seit Monaten fotografierte sie Bienen. An einem Augustnachmittag im englischen Surrey hielt sie mit dem Smartphone ihres Vaters eine Erdhummel im Anflug auf eine Blüte fest - mit erstaunlich feinen Details eines einzelnen Flügelschlags.
Kleine Tänzer
Mit seinem Portfolio "Secret Worlds" gewann Kutub Uddin den Portfolio-Preis. Der Fotograf aus Bangladesch und Großbritannien erkundet die verborgene Welt der Schleimpilze in den Wäldern Südostenglands. Die nur ein bis zwei Millimeter großen Strukturen fotografierte er mit einem Makroobjektiv und setzte dafür 124 Einzelaufnahmen zu einem Bild zusammen.
In Licht gemalter Vogelgesang
Der Deutsche Konrad Gräeter gewann mit "Birdsong Painted in Light" die Kategorie für Jugendliche von 15 bis 17 Jahren. An einem Aprilmorgen fotografierte er eine singende Amsel in einem Weinberg in Baden-Württemberg. Dafür kauerte er sich an den steilen Hang und richtete die Kamera durch eine Lücke im Blattwerk.
Eine Herzensangelegenheit
Der junge Fotograf Oscar Whitfield gewann mit "Labour of Love" die Kategorie für 11- bis 14-Jährige. Für das Bild eines Mistkäfers, der eine Dungkugel vor sich her rollt, legte sich der Nachwuchsfotograf flach auf den Boden. Mistkäfer spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem: Indem sie Dung zersetzen und vergraben, tragen sie dazu bei, Methanemissionen zu verringern.
Guten Appetit!
Der Brite Seth Forestson gewann mit "Urban Jungle" die Kategorie "Urban Wildlife". Im Lumphini-Park in Bangkok entdeckte er einen Wasserwaran, der einen Fisch als Beute davontrug. Um das Reptil vor der Skyline der thailändischen Hauptstadt in Szene zu setzen, legte sich Forestson in den Schlamm. Die Warane haben sich gut an das Leben in Städten angepasst.
Walhai auf Erkundung
Der US-amerikanische Fotograf Alex Lindbloom gewann mit dieser Aufnahme die Kategorie "Ozeane: Das große Ganze". Vor der Küste Papuas in Indonesien fotografierte er mit einer Drohne einen Walhai, der sich einer beleuchteten schwimmenden Fischfangplattform nähert. Deren Licht macht den Hai in der Dunkelheit sichtbar. Walhaie werden dort regelmäßig von Fischern beobachtet und locken Touristen an.
Hauptgewinner mit tragischem Motiv
Der italienische Tierfotograf Federico Veronesi gewann mit "The Aftermath" den Titel "Wildlife Photographer of the Year 2026". Im Huab-Flusstal in Namibia führten Schleifspuren im Sand ihn zu einer Elefantenkuh, die ihr totes Jungtier trug. Forschende deuten solche Verhaltensweisen als mögliche Anzeichen von Trauer.