Comedy Wildlife Awards 2026: Die lustigsten Tiere im Finale
Ein Kaiman mit Perücke, eine sexy Mantis und zwei plaudernde Bären: Die Finalisten der Nikon Comedy Wildlife Awards 2026 stehen fest. Mehr als 10.000 Einsendungen aus 112 Ländern sorgen für jede Menge tierische Komik.

Kaiman mit Perücke
Ein Kaiman scheint eine Perücke zu tragen und ein Weißkopfseeadler stolziert wie auf einem Laufsteg. Bei den Nikon Comedy Wildlife Awards 2026 wird die Wildnis zur Bühne. Die Finalisten zeigen jene Sekunden, in denen Tiere unfreiwillig menschlich wirken. Hinter jedem kuriosen Schnappschuss steckt jedoch eine zweite Botschaft: Diese Welt soll geschützt werden.
"Angry Bird" von Jan Wittmer
So groß war der Wettbewerb noch nie. Mehr als 10.000 Beiträge aus 112 Ländern wurden 2026 eingereicht. Im Finale stehen 40 einzelne Fotografien, drei Beiträge der U16-Kategorie, vier Portfolios und neun Videos. Sie zeigen die komischen Seiten der Tierwelt – vom scheinbar plaudernden Eisbären bis zu überraschenden Begegnungen, die selbst erfahrene Naturfotografen zum Lachen bringen.
"Mode vergeht, Federmäntel bleiben für immer"
Zu den auffälligsten Finalmotiven gehört ein Leopard, der einen Handstand vorzuführen scheint. Oder ein Weißkopfseeadler, der selbstbewusst durch die Szenerie schreitet. Ein Eisbär wiederum wirkt, als führe er ein Gespräch mit einer Möwe. Es sind Sekundenbruchteile, Perspektive und perfektes Timing, die aus Wildtieren unfreiwillige Komiker machen.
Vom Serengeti-Traum zum Hit
2015 gründeten die Fotografen Paul Joynson-Hicks MBE und Tom Sullam den Wettbewerb. Die Idee entstand in der Serengeti. "Was als kleiner Versuch begann, auf den Schutz der Tierwelt aufmerksam zu machen, ist viel größer geworden, als wir es uns je vorgestellt haben", sagt Sullam. Heute erreichen die humorvollen Tierbilder Millionen Menschen und verbinden Unterhaltung mit Naturschutz.
"The Secret Kiss"
Der Humor ist dabei kein Selbstzweck. Die Bilder sollen Nähe zu Tieren schaffen und zugleich auf bedrohte Lebensräume aufmerksam machen. "Wir nutzen Humor, damit Menschen Empathie für Wildtiere entwickeln", erklärt Tom Sullam. Genau diese Empathie könne Verhalten positiv verändern. 2026 fließen zehn Prozent der Wettbewerbserlöse an die "Born Free Foundation" und damit direkt in den Artenschutz.
Eine Jury sucht den Besten
Nun beginnt für die Jury die schwierige Arbeit. Zu ihr gehören Moderatorin Kate Humble, Schauspieler und Komiker Hugh Dennis sowie die Naturfotografen Will Burrard-Lucas und Daisy Gilardini. Neu dabei sind Autorin Roma Wells, die Fotografen Will Fortescue und Jamie Smart sowie Klima-Komiker Stuart Goldsmith. Gemeinsam müssen sie entscheiden, welcher kuriose Tiermoment am Ende die Jury überzeugt.
Die ernste Botschaft dahinter
Was wie eine Sammlung tierischer Pannen wirkt, verfolgt ein ernstes Ziel. Die Comedy Wildlife Awards wollen Menschen zum Lachen bringen und zugleich daran erinnern, wie verletzlich Natur und Artenvielfalt sind. Zwischen einem Kaiman mit "Perücke", einem akrobatischen Leoparden und einem plaudernden Eisbären steckt eine einfache Idee: Wer über Tiere lacht, möchte sie auch schützen und bewahren.
Safari wartet auf den Sieger
Dem Gesamtsieger winkt mehr als eine Trophäe: Hauptpreis ist eine Safari mit Alex Walker's Serian in der Masai Mara. Hinzu kommen Kameras und Fotoausrüstung. Doch die Finalisten treten in zahlreichen Kategorien an – von Säugetieren, Vögeln und Reptilien bis zu Insekten, Unterwasserwelten, Videos und Nachwuchsfotografie. Auch das Publikum darf beim People's Choice Award seinen Favoriten wählen.
Finale in London im Dezember
Am 8. Dezember soll in London feststehen, welches Bild die Comedy Wildlife Awards 2026 gewinnt. Dann werden Gesamtsieger, Kategoriensieger und besonders ausgezeichnete Beiträge bekannt gegeben. Anschließend ziehen die Finalbilder in eine Ausstellung in die Gallery@Oxo. Dort können Besucher die tierischen Augenblicke aus nächster Nähe sehen – kostenlos und für wenige Tage mitten in London.