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Giftige Rauchwolken über Südostasien sorgen für Alarm

17. Oktober 2026

Durch Waldbrände in Indonesien sind dort, aber auch in den Nachbarstaaten, giftige Rauchwolken aufgestiegen. Eine besonders eindringliche Warnung vor den gesundheitlichen Risiken kommt aus dem benachbarten Singapur.

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Indonesien Palangkaraya 2026 | Gebäude und Landschaft in ockerfarbenen Qualm gehüllt  (15.10.2026)
Smogalarm in großen Teilen Indonesiens - hier eine Aufnahme aus Central Kalimantan in der Region Palangkaraya (am Donnerstag)Bild: Afan Anugerah/AFP

Für die gesamte südliche Region der sogenannten ASEAN-Staaten gilt Alarmstufe Drei. Die wurde vom Meteorologischen Zentrum des Staatenbundes in (ASMC) Singapur verhängt. Das nahe dem Flughafen Changi gelegene Zentrum verwendet ein vierstufiges Alarmsystem von Null bis Drei.

Die höchste Stufe  wird ausgelöst, wenn ein "hohes Risiko durch schweren grenzüberschreitenden Dunst" besteht. Aus dem Außenministerium der Philippinen hieß es, das Thema Smog werde bei mehreren Treffen im Vorfeld des ASEAN-Gipfels im November in Manila erörtert.

Zehntausende Helfer sind im Einsatz

Indonesien kämpft seit Monaten gegen riesige Wald- und Buschbrände, die bereits hunderttausende Hektar Vegetation verwüstet haben. Zehntausende Helfer sind im Einsatz, um die Feuer zu bekämpfen. Im Kampf gegen die Brände kamen bislang vier Einsatzkräfte ums Leben.

Indonesien Ogan Ilir 2026 | Feuerwehrleute bekämpfen Waldbrände in Süd-Sumatra (25.09.2026)
Ein mutiger, aber bislang eher aussichtslos erscheinender Kampf - Feuerwehrleute im Einsatz gegen Waldbrände in Süd-Sumatra (Ende September)Bild: Muhammad Fajri/Anadolu/picture alliance

Die Feuer führen zu starker Luftverschmutzung und Smog auch in den benachbarten Staaten Malaysia, Singapur, den Philippinen und Osttimor. Schulen bleiben geschlossen, Flüge müssen gestrichen werden. In vielen Städten herrscht gespenstisches orangegraues Licht, zehntausende Menschen leiden unter Atemwegsproblemen.

Große Firmen roden ohne Erlaubnis

Die Waldbrände in Indonesien nehmen insbesondere in der Trockenzeit verheerende Ausmaße an. In diesem Jahr verschärft das Klimaphänomen El Niño die Lage zusätzlich. Zu den Ursachen der riesigen Feuer gehören aber auch illegale Brandrodungen. Dafür werden auch große Firmen verantwortlich gemacht.

Indonesien Medan 2026 | Protestierende mit Atemmasken, eine Frau spricht in ein Megafon (15.10.2026)
Es regt sich Widerstand gegen die Luftverschmutzung - hier eine Kundgebung in der Stadt Medan im Norden von Sumatra (am Donerstag)Bild: Sutanta Aditya/NurPhoto/picture alliance

Eingeschaltet hat sich inzwischen auch die Regierung von Singapur. Sie benannte sieben Unternehmen in Indonesien, denen sie vorwirft Brände vorsätzlich gelegt zu haben. Bei den von Singapur genannten Firmen handelt es sich hauptsächlich um Holzlieferanten, die auf der Insel Sumatra im Westen von Java Regenwald roden.

haz/AR (afp, efe)

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